
Eine wahre Revolution im Heinkel Club – Gedanken vor der Mitgliederversammlung
Liebe Mitglieder, liebe Freunde,
heute soll in der Mitgliederversammlung über meinen Ausschluss aus dem Heinkel Club Deutschland entschieden werden. Ich selbst darf nicht anwesend sein, da gegen mich ein Hausverbot ausgesprochen wurde. Allein dieser Umstand macht deutlich, dass es hier längst nicht mehr um die Sache, sondern um den Umgang miteinander geht.
Ich möchte diesen Moment nutzen, um einen Gedanken einzubringen, der mir sehr am Herzen liegt – und der aus der Geisteswelt Rudolf Steiners inspiriert ist.
Wenn wir von „Revolution“ sprechen, denken wir meist an Streit, Umsturz, Ausschluss. Doch Steiner verstand Revolution anders: nicht als Gewaltakt, sondern als Wandlung des Bewusstseins. Eine Revolution, die nicht Zerstörung bringt, sondern Erneuerung.
Genau diese Art von Revolution wünsche ich mir für unseren Club.
- Eine Revolution, in der wir lernen, einander zuzuhören, auch wenn wir uns nicht einig sind.
- Eine Revolution, in der die Leidenschaft für unsere Heinkel-Fahrzeuge wieder das Verbindende ist – nicht persönliche Machtspiele.
- Eine Revolution, die „Revulsionen“ (Abstoßung, Widerstände, Antipathien) nicht als Grund für Spaltung betrachtet, sondern als Chance für Klärung und Weiterentwicklung.
Ich glaube: Ein Club lebt nicht von Ausschlüssen, sondern von seiner Fähigkeit, Unterschiede auszuhalten und Vielfalt zu gestalten. Ein Ausschluss mag formal möglich sein – aber er ist immer auch ein Armutszeugnis für die Gesprächskultur.
Die eigentliche Revolution, die wir brauchen, ist daher keine des Aufruhrs, sondern eine des Umgangs miteinander. Sie erneuert nicht nur Strukturen, sondern vor allem das Herz der Gemeinschaft.
Ich bedaure, dass ich heute nicht selbst sprechen darf. Doch meine Worte sollen als Impuls wirken – nicht gegen jemanden, sondern für etwas: für einen Club, der sich nicht über Trennendes, sondern über Verbindendes definiert.
Mit herzlichen Grüßen
Jürgen Knees





Schreibe einen Kommentar